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Bedingungen für die Pflege von Menschen mit Demenz müssen verbessert werden


Zum internationalen Tag der Pflegenden am 12. Mai ruft die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. dazu auf, die Rahmenbedingungen für die Pflege und Betreuung von Menschen mit Demenz zu verbessern.

Pflegende brauchen mehr Unterstützung um ihrer Aufgabe nachzukommen. Das betrifft nicht nur die Beschäftigten in der Alten- und Krankenpflege, die bessere Arbeitsbedingungen und vor allem mehr Zeit für die Pflegebedürftigen brauchen. Auch Angehörige gehören zur Gruppe der Pflegenden. Rund zwei Drittel der 1,5 Millionen Demenzkranken in Deutschland werden zu Hause betreut und gepflegt, oft rund um die Uhr.

Um die Situation der pflegenden Angehörigen zu verbessern, müssen sie mit angemessenen Mitteln ausgestattet werden. Dazu muss der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff möglichst schnell umgesetzt werden. Das Pflegestärkungsgesetz 2, das für das nächste Jahr angekündigt wurde, sollte auch dazu genutzt werden, die vielfältigen Möglichkeiten der Pflegeversicherung transparenter zu gestalten. „Wir führen täglich viele Gespräche am Alzheimer-Telefon zu diesem Thema. Viele Angehörige wissen nicht, welche Rechte sie haben. Sie blicken im Dschungel der Angebote nicht durch und nehmen zum Beispiel die Pflegeberatung zu selten in Anspruch“, sagt Sabine Jansen, Geschäftsführerin der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.

Hintergrundinformationen

Heute leben in Deutschland etwa 1,5 Millionen Menschen mit Demenzerkrankungen. Ungefähr zwei Drittel davon leiden an der Alzheimer-Demenz. Ihre Zahl wird bis 2050 auf 3 Millionen steigen, sofern kein Durchbruch in der Therapie gelingt.
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz ist der Bundesverband von derzeit 139 regionalen Alzheimer-Gesellschaften, Angehörigengruppen und Landesverbänden. Sie nimmt zentrale Aufgaben wahr, gibt zahlreiche Broschüren heraus, organisiert Tagungen und Kongresse und unterhält das bundesweite Alzheimer-Telefon

Service-Nummer 01803 – 171017 (9 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz) oder 030 / 259 37 95-14 (Festnetztarif).

www.deutsche-alzheimer.de

 

Die Wanderausstellung "Gelebte Gefühle" mit Kunstwerken von Demenzkranken wurde am 19.4. 2015 im WohnCafé Stuttgart-Ost eröffnet.

Nach einer kurzen Begrüßung der Gäste durch Frau Rosa Vollmer, die verantwortliche Quartiersmanagerin von Anna Haag Mobil, wurde die Ausstellung "Gelebte Gefühle" durch Frau Cornelia Eppler eröffnet. Sie ist die Einrichtungsleiterin der Pflegehäuser in Stetten-Winterlingen-Meßstetten in denen die einzelnen Bilder entstanden sind. In dem anschließenden Bilderspaziergang ließ Frau Ursula Eppler die Besucher einen intensiven Blick hinter die Bilder werfen und berichtete von den positiven Erfahrungen, die sie im Laufe der Zeit gemacht hat.

Die Kunsttherapie erreicht Demenz-Kranke auf der emotionalen Ebene und arbeitet mit dem Medium Bild als "Übergangsobjekt". Demenz-Kranke lassen sich dadurch beruhigen und motivieren. Sie entdecken neue Ressourcen, wodurch das Selbstvertrauen gestärkt wird und der Erkrankte sich nützlich und wertvoll fühlt. Er kann sich mit seinen Mitteln ausdrücken und bis zuletzt schöpferisch tätig sein.

Das WohnCafé ist eine gemeinsame Initiative des Bau- und Wohnungsvereins Stuttgart, St. Josef und Anna Haag Mobil – Pflege und Service rund um die Familie. Als offener Quartierstreff für Jung und Alt trägt es durch Café-Nachmittage, Mittagstisch und kleinere Veranstaltungen zur Belebung des Wohngebiets bei.

Die Ausstellung kann vom 19.4.-17.5.2015 kostenfrei zu den üblichen Öffnungszeiten des WohnCafés besichtigt werden.

WohnCafé
Rotenbergstr. 110
70190 Stuttgart

 

Zwei neue Broschüren der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg mit Tipps für Menschen mit beginennder Demenz

Mit der Reihe „Ich lebe mit einer Demenz“ wendet sich die Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg direkt an Menschen mit einer beginnenden Demenz. Zwei neue Broschüren greifen kompakt und gut verständlich Fragen und Ängste der Betroffenen auf, geben aber auch viele Anregungen und machen Mut.

Die erste Broschüre befasst sich mit "Autofahren und Demenz": Sollte man mit einer Demenz noch Autofahren? Ist es überhaupt erlaubt? Welche Alternativen gibt es? Auf sechs Seiten fasst die neue Broschüre die wichtigsten Aspekte dieses oft konfliktbeladenen Themas zusammen. Im Mittelpunkt steht der Appell an die Verantwortung für sich und andere. Klar, aber einfühlsam werden Risiken deutlich gemacht und Lösungswege gezeigt. Die Broschüre möchte Betroffene und Angehörige dabei unterstützen, das brisante Thema nicht zu meiden, sondern Entscheidungen zu treffen.

Das Thema der zweiten Broschüre ist "Den Alltag erleichtern": Es sind die kleinen Dinge, die in der frühen Phase einer Demenzerkrankung den Alltag erleichtern und dazu beitragen, die Selbstständigkeit so lange wie möglich zu erhalten. Die neue, 12-seitige Broschüre gibt viele praktische Tipps, zum Beispiel zur Alltagsplanung, zu Orientierungshilfen innerhalb und außerhalb der Wohnung oder zum Essen und Trinken. Die Tipps wurden gemeinsam mit Betroffenen erarbeitet und machen Mut, sich mit den Herausforderungen der Krankheit auseinanderzusetzen.

Beide Broschüren wurden von der TK Baden-Württemberg gefördert und sind kostenlos erhältlich

  • über den Infoservice auf unserer Internetseite www.alzheimer-bw.de/infoservice/infomaterial
  • per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V.: Ergebnisse der Fachtagung "Mehr Hilfen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen"

Am 15. Dezember 2014 fand in Berlin die Fachtagung "Mehr Hilfen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen" statt. Sie wurde vom Bundesministerium für Gesundheit in Kooperation mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. veranstaltet. Das Programm, einen Tagungsbericht, Redemanuskripte und Präsentationen sowie die Zusammenfassung der Ergebnisse der Workshops finden sich auf der Internetseite der Alzheimer Gesellschaft zum Download.

Deutschen Alzheimer Gesellschaft veröffentlicht eine Neuauflage der Schulungsreihe für Angehörige von Menschen mit Demenz

Um Angehörige bei ihrer oft sehr belastenden Aufgabe zu unterstützen, hat die Deutsche Alzheimer Gesellschaft ihre Schulungsreihe „Hilfe beim Helfen“ neu aufgelegt. Die DVD beinhaltet Informationen zu den Themenblöcken

  • Informationen zu Demenzerkrankungen und deren Verlauf
  • verständnisvolle Kommunikation mit den Erkrankten und gemeinsame Gestaltung des Alltags
  • Umgang mit herausfordernden Situationen
  • Informationen zur Pflegeversicherung und rechtlichen Fragen
  • Entlastungsmöglichkeiten für Angehörige. 

Sie kann im Online-Shop der Deutschen Alzheimer Gesellschaft für 15 Euro bestellt werden.